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Vorwort - Die Geschichte der beiden Einzelprojekte
Ca. 1987 bin ich das erste mal mit der Röhrentechnik in Kontakt gekommen, durch einen Artikel in der ELO über einen kleinen Gegentakt Röhrenverstärker zum Nachbauen. Aus meiner Erinnerung: Pro Kanal je 1xECC83 Vorstufe, 1xECC83 Phasenumkehr, 2xEL84 Endstufe. Auf jeden Fall hat mich das Thema "Röhren" so sehr interessiert, das ich vom meinem Taschengeld bei "Elektronik Bolz" eine ECC83 von ITT gekauft habe. Diese ECC83 trägt auch heute noch in meiner Sammlung die Registriernummer #0001 da es wirklich meine "erste" Röhre war. In den nächsten Jahren sind immer einige Röhren, teils von Geräten vom Sperrmüll oder aus Radio/Fernsehwerkstätten hinzugekommen. 1991 hatte ich ca. 100 Stück und die "Stunde der Offenbarung", ein Schulkollege hat mir ein altes Russischen Röhrenoszilloskop vermacht. Leider mit durchgebrannten Trafo und einigen defekten Bauteilen.
Da ich bereits 1991 am Wettbewerb "Jugend Forscht" (Bereich Informatik) teilgenommen habe, entstand die Idee, 1992 mit etwas exotischeren anzutreten, im Bereich Technik, Thema "Entwicklung und Bau eines Oszillographen in Röhrentechnik". Mein Hauptproblem war aber, die fehlenden Mittel. Also wurde das Russische Oszilloskop komplett zerlegt, benutzt wurden alle Drehschalter, die Hochspannungskondensatoren, Lastwiderstände sowie die Bildröhre. Die Transformatoren für die Heizspannung wurden neu gekauft, ebenfalls bei "Elektronik Bolz", der Transformator für die Betriebsspannung kam aus einer ausgemusterten Siemens-Baugruppe vom Sperrmüll, die Frontplatte sowie Bodenplatte war aus Sperrholz aus dem Baumarkt. Die Röhren kamen aus meinen beiden Schuhkartons, die Novalfassungen wurden aus Lötschuhen improvisiert, die Oktalfassungen kamen aus dem "Russen". Der Rest musste halt "Da" sein. Unter dem Strich war dies ein sehr abenteuerliches Konstrukt, aber es funktionierte.
Es funktionierte sogar so gut, das es für den 2. Platz auf Landesebene gereicht hat.
Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt, nach "Jugend Forscht" hatte ich noch eine erfolgreiche Vorführung des Oszilloskops in meiner alten Schule, angedacht war bereits eine keine Ecke in meinem Zimmer für das Oszilloskop sowie ein Umgehäuse da es weiterhin genutzt werden sollte.
Mitte 1994 gab es einen zweiten Anlauf, wieder ein Röhrenoszilloskop (Interner Name "O2") zu bauen, diesmal mit einer großen Bildröhre DG18-14A, das Projekt ist ebenfalls aus hier nicht genannten Gründen gescheitert. Neues Jahrtausend, neues Glück,
ca. 2001 gab es einen dritten Anlauf - Diesmal war es aber meine eigene Schuld, der "O3" scheiterte schon sehr früh an der Fehlplanung des Gehäuses - Shit happens ;)
Lehrfernseher zur Ausbildung von Radio- und Fernsehtechniker
Die Lebensdaten:
Der "Lehrfernseher" war mit den folgenden Röhren bestückt:
Ich bekam den Tipp, das bei eBay ein alter "Lehrfernseher" angeboten wird, der zur Ausbildung von Radio- und Fernsehtechnikern benutzt wurde. Die Bilder in der Auktion sahen auch sehr gut aus, das Teil war zum großen Teil Handarbeit, funktionsfähig und ich habe den Zuschlag bekommen.
Der Verkäufer hat mir versichert, den Fernseher sehr gut zu verpacken und in der Tat, das Paket war sehr großzügig gepolstert und äusserlich unversehrt… Ich wollte aber kein Kunstwerk sondern einen funktionsfähigen Fernseher, also entstand die Idee den Lehrfernseher mit dem bereits bestehenden Oszilloskop zu kombinieren. Das originale Konzept des "Lehrfernsehers" soll beibehalten werden, also das alle Elektronikkomponenten einfach zu erreichen sind und in einfache Baugruppen aufgeteilt sind. Dabei wird bewusst darauf verzichtet "Die beste nur mögliche Elektronik" zu entwickeln. Ein kleines Ziel ist, das zum 20. Jährigen, also Ende Februar 2012, mindestens der Oszilloskopteil komplett fertig ist.
Sachdienliche Hinweise gesucht…
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